Modellsatz Goethe Jugendliche B2
Modellsatz Goethe Jugendliche B2
Modellsatz Goethe Jugendliche B2
Beispiel:
0 Wer ruht sich sehr gerne an einem bekannten Ort aus? Lösung: a
3 Wer verbringt auf Reisen die meiste Zeit mit den Eltern?
Seite 8
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 1
b Ben
Diesen Sommer war es endlich soweit – ich durfte das erste Mal für zehn Tage mit zwei Freunden
eine Zugreise machen. Meine Eltern hatten mir zwar schon oft von ihren eigenen Zugreisen quer
durch Europa erzählt, aber trotzdem wollten sie es mir erst nicht erlauben. Irgendwann haben sie
endlich nachgegeben. Es ist schon seit Jahren mein großer Traum, einfach mit dem Zug durch
Europa zu reisen und beim Aufwachen nicht zu wissen, wo du einschlafen wirst! Und ich bin nicht
enttäuscht worden – ganz im Gegenteil. Wir haben so viele lustige und auch spannende Abenteuer
erlebt und viele junge Leute aus der ganzen Welt kennengelernt. Nebenbei habe ich sogar ganz viel
Englisch und Französisch gesprochen. Weil meine Noten in der Schule deswegen besser geworden
sind, haben mir meine Eltern versprochen, dass ich nächstes Jahr einen ganzen Monat unterwegs
sein darf.
c Chris
Für mich wäre es eine Horrorvorstellung, meinen Urlaub im Liegestuhl zu verbringen. Ich kann mich
nur erholen und auftanken, wenn ich mich aktiv erprobe und so meine Fähigkeiten testen kann.
Zum Glück sind meine Eltern selbst genauso sportbegeistert wie ich, sodass wir uns jedes Jahr
schnell auf ein Ziel einigen können: Dieses Jahr ging es mit dem Rucksack quer durch die Alpen.
Angefangen hat es vor einigen Jahren ganz harmlos mit einem normalen Aktivurlaub, aber
mittlerweile suchen wir echte Herausforderungen. Um unabhängig zu sein, haben wir Zelte dabei –
ganz abgesehen von der Freiheit ist es auch kostengünstig. Um ehrlich zu sein, bin ich abends so
müde, dass ich überall schlafen könnte. Manchmal lerne ich auch tolle Menschen kennen, denn man
trifft unterwegs oft andere „Abenteurer“. Die haben viel zu erzählen und geben uns Anregungen für
spätere Reisen.
d Tanja
Urlaub bedeutet für mich Reisen und Reiten. Mit meiner Freundin fahre ich jetzt das dritte Mal nach
Andalusien. Dort gibt es eine Spitzen-Reitanlage! Man wohnt in typisch andalusischen Appartements
– mit allen Bequemlichkeiten. Viele Gäste sind Stammgäste, aber man lernt jedes Mal auch neue
Leute kennen, manche in meinem Alter. Ich freue mich schon riesig auf die Reitausflüge, wo man
auf breiten Sandwegen endlos lang galoppieren kann. Man reitet durch Pinien- und
Eukalyptuswälder und entlang an großen Kakteen – manchmal ohne festes Ziel. Herrlich! Und die
Reitlehrer haben immer neue Ideen! In der Vorsaison haben wir super-günstige Preise. Und: Es sind
noch Strandritte direkt am Meer möglich – für mich der absolute Traum! Der Reitunterricht findet in
spanischer Sprache statt – so kann man, wenn man will, sogar noch seine Sprachkenntnisse
ausbauen!
Seite 9
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Du liest in einer Zeitschrift einen Artikel über die Zukunft des Kinos.
Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.
Das Kino wird sterben. Das ist keine neue These, aber seit dem Siegeszug des Internets ist sie
aktueller denn je. Denn es gibt tatsächlich kaum mehr Schlangen vor den Kinos oder den
Popcornständen. Auch die Sitzreihen werden immer leerer. Die Leute schauen Filme lieber zu
Hause auf dem Sofa. […0…] Vor allem seit Filme zum Herunterladen oder Streamen im Internet
verfügbar sind.
Auch das bisher exklusive Recht der Kinos, Filme für einen Zeitraum von circa drei Monaten als
erste zeigen zu dürfen, bevor sie woanders veröffentlicht werden, wird angegriffen. […10…] Das
bedeutet starke Konkurrenz für das Kino um die Ecke. Manche sagen aber: Das Kino bleibt uns
auch morgen noch erhalten. Es wird allerdings nicht mehr so sein, wie wir es kennen.
Bisher bestimmen die einzelnen Kinos zum Beispiel noch größtenteils selbst ihr Programm. Aber
das dürfte sich bald ändern. [...11…] Eine Internet-Plattform hat in Deutschland Strukturen
geschaffen, in denen sich die Zuschauer Filme wünschen können. Dazu muss man sich auf der
Plattform anmelden, schon kann man sich seinen Lieblingsfilm wünschen. Wollen genügend andere
Interessenten denselben Film sehen, bietet ein Kino in der Nähe an, den Film zu zeigen. Tickets
können von da an reserviert werden. […12…]
Dass ein Kino Filme nur noch auf Wunsch zeigt, könnte das Konzept der Zukunft werden.
Zufriedene Zuschauer sehen ihren Wunschfilm und die Kinosäle sind gefüllt. So profitieren sowohl
die Zuschauer als auch die Kinobetreiber. Die Konkurrenz, die dadurch entsteht, dass ein Film
gleichzeitig im Internet und Kino startet, stört wahrscheinlich wenige. […13…] Filme, die sich mit
ungewöhnlichen Themen befassen und mit wenig Geld produziert werden, werden es in Zukunft
schwer haben, auf der großen Leinwand gezeigt zu werden. Es entsteht die Gefahr, dass sich die
Produktionen nur noch nach dem Geschmack der Masse richten. […14…] Das kann nicht nur für
Filmemacher ungeahnte Folgen haben, sondern auch für manche kleinere Kinos.
Wenn irgendetwas aber das gute alte Kino am Leben halten kann, dann ist es das
Gemeinschaftsgefühl der Zuschauer. […15…] Und genau dieses Gefühl könnte sich durch die
Vernetzung von Gleichgesinnten im Internet sogar verstärken.
Seite 10
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 2
Beispiel:
a Denn wie das Kino von morgen aussieht, kann man schon heute absehen.
b Welcher Film aber letztendlich in die Kinos kommt, wissen jedoch nur die Zuschauer.
f Manche Filme werden nämlich gleichzeitig zu dem Kinostart auch im Internet gezeigt.
g Aber erst wenn genügend Bestellungen zusammenkommen, wird der Film auch gezeigt.
Seite 11
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Sportunterricht einmal anders. Denn die Jungen und Mädchen brauchten nicht zu zeigen, wie gut sie
einen bestimmten Schwimmstil beherrschen oder von einem Turm ins Wasser springen können. Die
Lehrer, die mitgekommen waren, hatten sogar ihre Notenbücher zu Hause gelassen, es war egal, ob
jemand eine Eins oder eine Drei für seine Schwimmleistung verdient hatte.
Nicht egal war den Schülern jedoch, wie viel Geld sie mit ihrer Aktion verdienen konnten. Die
Spielregeln waren folgendermaßen: Die Schüler bekamen ein Blatt, auf dem sie so viele Sponsoren
wie möglich eintragen sollten. Damit konnten die Schüler zu ihren Eltern, zu Verwandten und
Bekannten gehen und einen frei gewählten Geldbetrag eintragen lassen. Pro hundert Meter
Schwimmen konnte irgendein Betrag angegeben werden. Die Schüler hatten eine halbe Stunde Zeit,
so viele Meter im Schwimmbecken zu schwimmen, wie sie in dieser Zeit schafften. Am Ende wurde
das Sponsorengeld eingesammelt.
Auf allen Bahnen des städtischen Hallenbads herrschte an diesem Vormittag Hochbetrieb. Die
Schülerinnen und Schüler zeigten eine hohe Einsatzbereitschaft und kämpften sich durchs Wasser
wie die Weltmeister. Die Lehrer, die am Beckenrand standen und die zurückgelegten Distanzen
notierten, waren erstaunt von der Leistung, zu der ihre Schüler imstande waren. Eher
durchschnittliche Schüler im Schwimmunterricht wurden zu wahren Hochleistungssportlern.
Spitzenreiter war der 11-jährige Marc aus einer sechsten Klasse, der sowohl die meisten Sponsoren
als auch die meisten Meter gesammelt hatte: Er schwamm ohne Pause die ganze halbe Stunde durch
und legte insgesamt tausend Meter zurück. Er selbst meinte am Ende: „Die letzten hundert Meter
konnte ich kaum noch und dachte, ich muss aufhören. Ich wollte aber unbedingt die tausend Meter
schaffen und habe noch einmal die Zähne zusammengebissen.“
So kam bei dem Turnier auch eine ansehnliche Summe an Geld zusammen, die einem
Repräsentanten von UNICEF feierlich übergeben wurde. Damit erhalten die Kinder in einem Internat
in Mali endlich sauberes Wasser. Nach den guten Erfahrungen mit dem Schwimmturnier plant die
Schule auch in Zukunft wieder Sportfeste für einen guten Zweck. Denn auch die Schüler waren von
dem Turnier begeistert. Offen ist noch die Sportart: Schwimmen, Radfahren oder Laufen.
Seite 12
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 3
Beispiel:
Seite 13
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Beispiel
Seite 14
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 4
a Für soziale Berufe gilt meiner Mei- b Heutzutage will praktisch jeder
nung nach: Um Menschen zu helfen, ist studieren. Aber wer soll denn all die
kein Studium notwendig – da wird oft zu Akademiker einstellen? Mehr junge Leute
viel Theorie vermittelt, die im beruf- sollten eine Ausbildung machen – der
lichen Alltag nicht nur nicht gebraucht Bedarf an Fachkräften mit Ausbildung ist
wird, sondern sogar ein Hindernis sein im Moment riesengroß. Da findet sich für
Vs1.3_191119
kann. Ein Ausbildungsberuf ist da oft jeden etwas, und entsprechend gut sind
wesentlich praxisnäher. die Verdienstmöglichkeiten.
Marta, Konstanz Fabian, Augsburg
c Ein Studium? – Natürlich. Aber für d Warum heißt es immer Studium oder
manche Unentschiedene ist es besser, Ausbildung? – Für die Gründung eines
vorher etwas Handfestes zu lernen. Zum Start-up-Unternehmens, also einer
Beispiel erst Krankenpfleger und dann eigenen kleinen Firma, braucht man
Arzt. So hat man stets zwei Blickwinkel einen guten Einfall und Mut. Weder das
bei maximaler Sachkenntnis. Und man eine noch das andere lässt sich irgendwo
kann sich die Pflegerausbildung in einem lernen. Die Frage der Ausbildung ist in
späteren Medizinstudium anrechnen dem Bereich eher zweitrangig.
lassen. Pascal, Berlin
Luca, Schwerin
Seite 15
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LESEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Beispiel: 0 Lösung c
282930
Schulordnung
der Bertolt-Brecht-Realschule
Vs1.3_191119
Inhaltsverzeichnis
und Ähnliches) haften der/die Schüler/-in
a Umgang mit dem Eigentum der Schule oder seine Erziehungsberechtigten in
vollem Umfang. Das Gleiche gilt für die
b Ordnung und Sauberkeit
EDV-Ausstattung.
c Verhalten in der Schule
§ 29
d Pünktlichkeit Der Unterricht an der Bertolt-Brecht-
Realschule findet werktags von 08:00
e Unterrichtszeiten Uhr bis 14:15 Uhr statt. Eine
Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten.
f Sicherheit Die Pausen sind 15 Minuten lang und
finden nach der 2., 4. und 6. Stunde statt.
g Schülersprecherinnen und
Schülersprecher
§ 30
h Entschuldigungsverfahren (1) Falls ein/-e Schüler/-in krank ist oder
aus anderen Gründen nicht am Unter-
richt teilnehmen kann, benachrichtigt er/
§0 sie schriftlich die Schule. Die Vorlage der
(1) Abfälle sind in die dafür vor- Benachrichtigung muss nach spätestens
gesehenen Mülleimer zu entsorgen. einer Unterrichtswoche erfolgen.
(2) Die Toiletten sind sauber und (2) Bei minderjährigen Schülern/Schüler-
ordentlich zu hinterlassen. innen muss die Krankmeldung von einer
(3) In den Pausen sind die Unterrichts- erziehungsberechtigten Person unter-
räume zu verlassen. Der Verwaltungs- schrieben sein.
trakt ist kein Pausenbereich. (3) Das Nachschreiben einer durch
Krankheit versäumten Klassenarbeit ist
§ 28 nur bei Vorlage eines ärztlichen Attestes
Die zur Verfügung gestellten Arbeits- möglich. Der Nachschreibetermin kann
mittel wie Bücher und die räumliche auch auf einem Samstag liegen.
Ausstattung (Möbel) sind mit Sorgfalt zu (4) Meldet sich ein/-e Schüler/-in nicht
behandeln. Falls eine Beschädigung oder wird der Grund der Abwesenheit
festgestellt wird, ist dies umgehend einer von der Schule nicht anerkannt, so wird
Lehrkraft zu melden. Für mutwillige dies im Zeugnis als „nicht anwesend"
Beschädigungen (Beschmieren, Bemalen vermerkt.
Seite 16
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 1
Beispiel
01 Die Jugendliche berichtet über die Vorteile ihres Ferienjobs. Richtig Falsch
02 Was hat dem Mädchen am meisten gefallen? a Das Arbeitsklima mit den Kollegen.
b Die gute Bezahlung.
c Die Erholung von der Schule.
Vs1.3_191119
1 Ein junger Mann berichtet von einem nächtlichen Erlebnis beim Zelten. Richtig Falsch
3 Eine junge Frau berichtet, was ihre Mutter über gesunde Ernährung denkt. Richtig Falsch
4 Die junge Frau isst Pommes frites, wenn ... a ihre Mutter nicht da ist.
b die Schule später aus ist.
c sie mit Freundinnen unterwegs ist.
5 Ein Schüler berichtet von einer besonderen Aktivität der Klasse. Richtig Falsch
6 Warum kam die Aktivität gut an? a Die Ausstellung war informativ und interessant.
b Man konnte ein echtes römisches Haus sehen.
c Man konnte ein Referat über die Römer hören.
10 Die beiden Personen ärgern sich, weil die anderen ... a zu Hause geblieben sind.
b keine Lust hatten mitzuarbeiten.
c sich nicht vorbereitet hatten.
Seite 18
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 2
Du hörst im Radio ein Interview mit einer Persönlichkeit aus der Welt der Kunst.
Du hörst den Text zweimal. Wähle bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Lies jetzt die Aufgaben 11 bis 16. Dazu hast du 90 Sekunden Zeit.
a andere Schauspieler.
b Leute, die sie auf Partys kennenlernt.
c eine Vermittlungsstelle für Schauspieler.
16 Was sagt Gesine über die Zeit zwischen den Aufträgen? Sie ...
Seite 19
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 3
Du hörst im Radio ein Gespräch mit mehreren Personen. Die Personen sprechen über Umweltschutz in der Schule.
Du hörst den Text einmal. Wähle bei jeder Aufgabe: Wer sagt das?
Lies jetzt die Aufgaben 17 bis 22. Dazu hast du 60 Sekunden Zeit.
Beispiel:
0 Viele denken, Jugendliche heute interessieren sich nicht für gesellschaftliche Themen.
Vs1.3_191119
18 Er/Sie meint, dass er/sie noch nicht genug für die Umwelt tut.
19 Manche Aktionen der Schüler machen wenig Arbeit, sind aber effektiv.
Seite 20
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Teil 4
Du hörst einen kurzen Vortrag. Der Redner spricht über ein soziales Projekt an seiner Schule.
Du hörst den Text zweimal. Wähle bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Lies jetzt die Aufgaben 23 bis 30. Dazu hast du 90 Sekunden Zeit.
a Jeder
b Alle an der Schule
c Jugendliche
27 Bei Schwierigkeiten …
30 Das Projekt …
Seite 21
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 SCHREIBEN
MODELLSATZ JUGENDLICHE KANDIDATENBLÄTTER
Denke an eine Einleitung und einen Schluss. Bei der Bewertung wird darauf geachtet, wie genau die Inhaltspunkte
bearbeitet sind, wie korrekt der Text ist und wie gut die Sätze und Abschnitte sprachlich miteinander verknüpft sind.
Schreibe mindestens 150 Wörter.
Du machst gerade ein Praktikum bei einer deutschen Firma. Aufgrund eines Missverständnisses hast du eine wichtige
Sitzung verpasst. Du benötigst die Unterlagen, die in der Sitzung verteilt wurden.
Schreibe eine Nachricht an den Ausbildungsleiter, Herrn Ebert.
Seite 24