1. Einleitung
Computerchips stecken heute in unzähligen Erzeugnissen. Vom Auto über das Smartphone bis hin zur militärischen High-Tech-Ausrüstung. Ohne Computerchips oder Halbleiter funktioniert nichts mehr – schon gar nicht Künstliche Intelligenz. Das gilt ebenso für kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Strom- und Wasserversorgung. Das Silicon Valley (deutsch: Silizium Tal) hat seinen Namen vom Rohstoff Silizium. Denn Silizium ist der chemische Ausgangsrohstoff in der Halbleiterherstellung für Computerchips.
Ohne den technologischen Fortschritt bei Computerchips – mit immer mehr Speicher- und Rechenkapazität – wären soziale Medien, Mobilfunknetze, Cloudspeicher oder das Internet, wie wir es heute kennen, nicht möglich. Letztlich ist auch die Digitalgesetzgebung – von der Datenschutzgrundverordnung bis hin zur Cybersicherheitsrichtlinie NIS-2 – ein Ergebnis dieser Entwicklung. Unsere moderne Gesellschaft ist digital und vernetzt. Und dafür brauchen wir Computerchips.
Heutige Smartphones haben mehr Rechenleistung als die Großrechner, mit denen die NASA 1969 Apollo 11 zum Mond schickte.
Quelle: A. Varas et al., 2021. Strengthening the Global Semiconductor Supply Chain in an Uncertain Era.
Meist merken wir erst, wenn sie knapp werden, wie abhängig wir von den kleinen integrierten Schaltkreisen sind. Dann werden Laptops plötzlich teurer, manche Grafikkarten sind gar nicht mehr zu kaufen und Autohersteller schicken ihre Beschäftigten in Kurzarbeit. Das haben wir während der Corona-Pandemie erlebt. Engpässe in der Lieferkette von Computerchips treten aber immer wieder auf. Die Politik ist dann im Krisenmodus. Die meisten Zeitungsartikel zu diesem Thema begnügen sich mit der Feststellung, dass Computerchips in einem komplexen, globalisierten Herstellungs- prozess gefertigt werden. Lieferketten, Globalisierung und Lieferengpässe – das klingt nach einem Thema für die Wirtschaftswissenschaften oder die Wirtschaftspolitik. Das ist es jedoch nicht.
Das wurde in der Rede des kanadischen Premierministers Mark Carney beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos im Januar 2026 deutlich. Carney sieht die internationale Politik nicht in einem Übergang, sondern mitten in einem Bruch. Die globale Verflechtung – das Herzstück der Globalisierung – wird zum Risiko. Wirtschaftliche Abhängigkeiten werden zur Waffe, Zölle zum Druckmittel und Lieferketten zu Schwachstellen, die ausgenutzt werden können.
Souveränität, die einst auf Regeln beruhte, wird zunehmend in der Fähigkeit begründet sein, Druck standzuhalten.
Quelle: World Economic Forum, 2026. Special Address by Mark Carney, Prime Minister of Canada | World Economic Forum Annual Meeting 2026 [Video].
Wer sich für digitale oder technologische Souveränität interessiert, kommt angesichts der aktuellen Weltlage nicht darum herum, sich mit der Halbleiterherstellung zu beschäftigen. Denn dabei geht es nicht nur darum, wo Daten gespeichert werden oder welche Software verwendet wird. Es geht auch darum, ob man politischen Einfluss, also »Hardpower«, auf die Lieferkette der Chipproduktion hat oder lediglich ein abhängiger, »zahnloser« Absatzmarkt ist.
In diesem Beitrag erklären wir, wie es um die Lieferketten bei der Produktion von Computerchips steht. Wir zeigen auch auf, dass durch geostrategische Interessen in Zukunft noch mehr Unruhe entstehen kann. Denn es geht nicht nur darum, Rohstoffe und Computerkomponenten von A nach B zu transportieren, sondern auch darum, ein ganzes Ökosystem in der Halbleiterherstellung aufrechtzuerhalten. Dieses System ist empfindlich gegenüber Eingriffen, wird aber zunehmend zum Spielfeld für nationale Sicherheitsinteressen.
2. Ein empfindliches Pflänzchen: die Lieferkette
Eine einzige Lieferkette für Computerchips gibt es nicht. Genauso wenig wie es den einen Computerchip gibt. Je nach Einsatzzweck – als Prozessor, Speicher etc. – oder Fertigungstechnologie unterscheiden sich Chips und Lieferketten. Der Einfachheit halber sprechen wir aber allgemein von Computerchip und Lieferkette.
Unbedingt im Hinterkopf behalten sollte man, dass die Art des Chips schon eine Rolle spielt. In der Branche gilt die Anzahl der Transistoren auf einem Chip als Messgröße: Je mehr und je kleiner sie sind, desto besser.
Um sich einen Eindruck von dieser Lieferkette zu verschaffen: Sie umfasst nicht nur das Chipdesign oder die direkte Chipherstellung, also beispielsweise die benötigten Rohstoffe, sondern auch die Maschinen, die für die Produktion benötigt werden. Für die Herstellung dieser Produktionsmaschinen gibt es wiederum eine eigene Lieferkette – ein wichtiges Bauteil dieser Maschinen sind wiederum Computerchips.
Die Chip-Herstellung, vom Design über dieProduktion und Montage bis hin zu Tests und Verpackung, umfasst über 1.000 Schritte, bei denen rund 300 Materialien wie Siliziumwafer, Gase und Chemikalien zum Einsatz kommen.
Quelle: K. van Wieringen, 2022. Global Semiconductor Trends and the Future of EU Chip Capabilities.
Weil die Lieferkette so komplex ist, haben sich viele Unternehmen spezialisiert. Die Spezialisierung hat auch wirtschaftliche Gründe: Es geht um den sogenannten komparativen Kostenvorteil (vgl. hierzu Global Innovation Hub. Lee, 2023). Wenn ein Unternehmen bei der Herstellung oder Entwicklung eines Produkts besonders gut ist, dann ist es von Vorteil, sich darauf zu konzentrieren. Das kann auch nur ein Bauteil oder eine Chemikalie sein. So lassen sich Kosten sparen und der Gewinn maximieren.
Nvidia ist der wertvollste börsennotierte Konzern der Welt. Aber: Das US-Unternehmen stellt selbst gar keine Computerchips her. Der Chipkonzern entwickelt nur. Für die Produktion, Verpackung und den Versand sind externe Zulieferer zuständig. In der Branche nennt man das »Fabless Manufacturing«. Das heißt, die Fertigung oder engl. »Fabrication» wird an spezialisierte Hersteller (sogenannte »Fabs« oder »Foundries«) ausgelagert.
Die Produktion erledigen Auftragsfertiger (»Foundries«). Das taiwanesische Unternehmen TSMC (»Foundry«) produziert Computerchips oder -komponenten für Unternehmen wie Apple, Nvidia, Qualcomm, AMD und Intel.
Die Produktionsmaschinen für die Chipfertigung werden von Firmen wie dem niederländischen Unternehmen ASML hergestellt. Zu den Kunden von ASML zählt unter anderem TSMC. Deutsche Unternehmen wie Zeiss SMT und Trumpf liefern wiederum Bauteile für diese busgroßen, tonnenschweren Maschinen von ASML mit Preisen zwischen 180 und 380 Millionen Dollar. Eine Übersicht wichtiger europäische Halbleiteranlagen findet sich hier (Seite 4).
Die Maschinen (sogenannte Lithografen) von ASML benötigen wiederum Chemikalien und Bestandteile, darunter Fotolackbeschichtungen und -entwickler (engl. photorisist coater, developer), die hauptsächlich aus Japan stammen. In diesem Bereich ist Tokyo Electron führend. Darüber hinaus produzieren die japanischen Unternehmen Shin Etsu, JSR und Tokyo Ohka Kogyo hochentwickelte Fotolacke für Lithografen.
Die Silizium-Scheiben oder Wafer, der Grundbaustein für die eigentliche Chip-Produktion, stammen hauptsächlich aus Südostasien. Um die Komplexität allein nur bei der Wafer-Herstellung zu zeigen: »Je nach Produkt umfasst der gesamte Herstellungsprozess von Halbleiterwafern 400 bis 1.400 Schritte.« (A. Varas et al., 2021.).
China ist der größte Erzeuger von Silizium-Rohstoffen, deren Herstellung sehr energieintensiv ist.
Fassen wir zusammen: Die Lieferkette für Computerchips ist global und spezialisiert. Gleichzeitig konzentrieren sich bestimmte Fähigkeiten jedoch in bestimmten Regionen oder Ländern.
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2.1 Wenn es mal wieder länger dauert: die Lieferzeiten
»Die Herstellung von Chips dauert mitunter vier bis sechs Monate.« (Batra et al., 2018.). Just-in-time-Anlieferungen sind in vielen Wirtschaftszweigen üblich. Das ist bei Computerchips nicht anders. Die Chips sollen dann geliefert werden, wenn sie in ein Produkt, beispielsweise ein Auto, eingebaut werden. Denn: »Eine Lagerhaltung oder eine Produktion auf Vorrat […] kommt bei Mikrochips nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten kaum infrage, sondern insbesondere auch aus technischen, da die Herstellung durchaus komplex ist und die Halbleiter aufgrund der Eigenart der zum Teil bis zu sechs Monate in Anspruch nehmenden Produktionsprozesse sozusagen ein »Verfallsdatum« aufweisen« (Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestags, 2022).
3. Geopolitik wie Game of Thrones
Große Halbleiterhersteller sind auf bis zu 16.000 Zulieferer weltweit angewiesen. Eine Lieferkette überquert 70 Mal eine Grenze, bevor sie den Endverbraucher erreicht, und durchläuft über 50 Engpässe, wobei eine Region mehr als 65 % des globalen Marktanteils hält. Dies macht die Lieferkette anfällig für Störungen wie Naturkatastrophen, Infrastrukturausfälle und geopolitische Spannungen.
Quelle: K. van Wieringen, 2022. Global Semiconductor Trends and the Future of EU Chip Capabilities.
Wer die Serie »Game of Thrones« gesehen hat, dem ist sicherlich klar, dass Machtkämpfe nicht nur mit Armeen ausgetragen werden. Sondern mit allerlei politischen Manövern und Taktieren. Nicht ganz so aufregend wie in der Serie, haben wir es dennoch mit lebensverändernden geopolitischen Manövern zu tun.
Dahinter stehen knallharte nationale Interessen: China will autarker (z.B. Neue Seidenstraße) werden und die US-Regierungen will ihre Vormachtstellung gegenüber China behaupten. Daher streben »[…] sowohl die USA als auch China eine Entkopplung voneinander an, und ihre Beweggründe sind identisch: nationale Sicherheit.« (Lee, 2023). Dieses politisch-strategische Ringen und Taktieren um eine vorteilhafte Position erzeugt auf beiden Seiten Reibungen, Druck und Unsicherheiten, bietet aber auch die Gelegenheit, die eigene Stärke auszubauen. Das wird zwangsläufig zu Konflikten führen. Momentan sind die Mittel um diesen Konflikt auszutragen handelspolitische Eingriffe, wie Zölle, der Entzug von Zertifizierungen und Lizenzen sowie Ein- und Ausfuhrverbote. Es ist ein Spiel aus Druck, Zwang und Einflussphären. Ein Beispiel in diesem Machtkampf ist die Zollandrohung der US-Regierung gegenüber Kanada, mit der ein Handelsabkommen zwischen Kanada und China verhindert werden soll.
[…] jede Branche ist auf den Zugang zu diesen Chips angewiesen. Daher stehen sie im Mittelpunkt des sich verschärfenden Technologiewettstreits zwischen den USA und China.
Quelle: Jan-Peter Kleinhans & Dr. Nurzat Baisakova, 2020. The global semiconductor value chain.
Zusammengefasst, ist der »[…] Einsatz industriepolitischer Eingriffe in allen fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf dem Vormarsch« (The Draghi Report On EU Competitiveness, 2024). Und »Halbleiter sind unverhältnismäßig stark von staatlichen Eingriffen betroffen« (D. Hillrichs, A. Wölfl, 2025), weil sie vom strategischen Interesse sind, da kaum etwas mehr ohne Computerchips funktioniert.
3.1 Hardpower – die Macht des Stärkeren
Im März 2025 wurde ein Signal-Chat bekannt, in dem der US-Verteidigungsminister Hegseth und der Vizepräsident Vance die Europäer als sicherheitspolitische »Schnorrer« bezeichneten. Wichtiger als die Empörung über die Wortwahl ist das, was hinter den Worten steht. Die US-Navy ist ein Garant für freie Seewege, denn das war Teil der US-Strategie nach dem Zweiten Weltkrieg. Die USA sind das einzige Land der Erde, das über die Kapazitäten, Stützpunkte in verbündeten Ländern und jahrzehntelange Erfahrung verfügt, um Truppen und Kriegsmaterial schnell von einem Ende der Welt zum anderen zu verlegen. Kurz gesagt geht es um die Fähigkeit, Macht auf der Weltbühne zu projizieren. Und das haben die USA – auch aus Eigeninteresse – eingesetzt, um einen freien Warenverkehr abzusichern. Bisher zumindest.
Geopolitische Spannungen zwischen den USA, Taiwan und China sowie die Gefahr einer Militarisierung der Versorgung mit kritischen Gütern gaben Anlass zu nationalen Sicherheitsbedenken.
Quelle: D. Hillrichs, A. Wölfl, 2025. Complexities and Dependencies in the Global Semiconductor Value Chain)
Dazu kommt, dass China seine Marine massiv aufbaut, aber die Seemacht-Ambitionen Chinas haben ein Problem, das geografischer Natur ist und den Namen »First Island Chain« trägt. Eine Kette aus kleinen und größeren Inseln im Ostchinesischen Meer bzw. Gelben Meer verläuft von Südkorea/Japan bis hinunter zu den Philippinen und versperrt China den Weg in den Pazifik. Die USA und ihre Verbündeten in der Region haben mit der »First Island Chain« eine natürliche Barriere, die die chinesische Expansion eindämmt. Das gefällt der chinesischen Führung natürlich nicht. Der Konflikt um den Inselstaat Taiwan, den China als »abtrünnige« Provinz beansprucht, macht die Situation nicht einfacher.
In dieser (Konflikt-)Region sind jedoch auch entscheidende Akteure der Chip-Lieferkette wie Taiwan, Japan und Südkorea ansässig. Ein freier See- und Luftraum in Ostasien ist für die Chipproduktion von entscheidender Bedeutung und daher anfällig für politische Spannungen, bei denen nationale Sicherheitsinteressen eine zunehmend überragende Rolle spielen.
4. Fazit
Der unsichtbare Schutzschirm Taiwans gegen China wird nicht ohne Grund als »Silicon Shield« bezeichnet. Damit ist die Bedeutung Taiwans in der Chipherstellung gemeint. Aber: Die Wirksamkeit dieses Schildes beruht auf der Berechenbarkeit und Stabilität des Status quo: China würde die wirtschaftlichen Kollateralschäden und eine Auseinandersetzung mit den USA und deren Verbündeten in der Region nicht riskieren – so das Kalkül.
Der Druck der Trump-Regierung auf TSMC, einen immer größeren Teil seiner Produktion von Hochleistungs-Chips in die USA zu verlagern, verstärkt in Taiwan zunehmend die Auffassung, dass die Vereinigten Staaten kein verlässlicher Partner sind.
Quelle: Matamis, J, 2025. Why Taiwan fears ‘America First’ risks eroding its »Silicon Shield«.
Allerdings sind erste Risse im »Silicon Shield« Taiwans erkennbar: Im Oktober 2025 forderte der US-Handelsminister Howard Lutnick, Taiwan solle die Hälfte seiner Produktionskapazitäten in die USA verlegen. Denn die Trump-Regierung betrachtet die Abhängigkeit von Taiwan inzwischen als Schwachstelle für die nationale Sicherheit: »Washington ist zunehmend besorgt über seine starke Abhängigkeit von Taiwan, wo der Chip-Gigant TSMC den Großteil der weltweit führenden Halbleiter an wichtige Kunden wie den KI-Chip-Entwickler Nvidia und Apple liefert« (J. Liu, 2025).
Die chinesische Führung könnte die Bestrebungen Washingtons durchaus als Gelegenheit auffassen, die Taiwan-Frage in naher Zukunft zu klären. Genau wie China nehmen auch Japan, Taiwan und Südkorea die zunehmende Instabilität in den Bündnisbeziehungen zu den USA wahr.
Nicht zuletzt das Verhalten der USA gegenüber Dänemark – einem verlässlichen NATO-Partner – wegen Grönland sorgt in Tokio, Taipeh und Seoul für politische Verunsicherung: »Donald Trumps feindselige Signale in Bezug auf Grönland und die Folgen des Angriffs auf Venezuela haben in Japan und Südkorea Befürchtungen geweckt, dass Washington sich nicht mehr für seine Verbündeten in Ostasien engagiert.« (Rydall, 2026).
Verunsicherung, Ungewissheit und Instabilität sind Katalysatoren für Risiken. Im Risikomanagement ist allgemein bekannt, dass Risiken mit Maßnahmen begegnet werden. Sicherheitspolitisch bedeutet das für die US-Verbündeten im Indo-Pazifik vor allem die Stärkung der eigenen nationalen Position (in einem regionalen Bündnis). Südkorea und Japan rücken daher näher zusammen. Die Folgen sind: Wer sicherheitspolitische Stärke entwickelt, verfolgt auch eigene Sicherheitsinteressen, die er durchsetzen möchte. Für eine globalisierte Lieferkette stellen nationale Egoismen jedoch ein großes Hindernis dar.
In der aktuellen geopolitischen Lage bedeutet digitale oder technologische Souveränität, wie Kanadas Premier es ausdrückt, gegen Druck standhalten zu können. Realistischerweise wird das aber auch bedeuten, dass man die Fähigkeit entwickeln muss, Druck auszuüben. Das wird die Wahrscheinlichkeit für regionale Konflikte steigern. Wir erinnern uns: Die Chips überqueren 70-mal nationale Grenzen. Die fortschreitende Erosion der regelbasierten Sicherheitsordnung wird sich auf die Halbleiterlieferkette auswirken. Wie genau sie aussehen werden, ist uns allerdings noch nicht bekannt. Es ist wie in der Erdbebenforschung: Alles deutet auf ein Beben hin. Wir wissen nur nicht, wie stark das Beben sein wird und wann es stattfinden wird.
Meinung
Wenn Computerchips für die nationale Sicherheit eines Landes von Bedeutung sind, dann gilt das auch für viele andere Technologien: Künstliche Intelligenz, Algorithmen, Zugang zum Internet, Messengerdienste, Büro-Software usw. Das bedeutet, dass Technologie hochgradig politisch ist und keineswegs neutral. Somit sind auch die US-amerikanischen Big-Tech-Konzerne nicht politisch neutral. Wirtschaftsverträge sind daher als Schutz gegen nationale Interessen ungeeignet. Und Lobbyverbände von US-Techkonzernen sind keine guten Ratgeber. Wenn Europa seine Souveränität bewahren will, muss es die Fähigkeit entwickeln, seine Regeln und Gesetze durchzusetzen. Oder: Druck auszuhalten und Gegendruck zu erzeugen.Wenn du immer über neue Beiträge informiert bleiben möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem Blog zu folgen:

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